Unser Blog
Nachrichten aus dem Maschinenraum von madoo.net und zu unserem Therapiematerial für die Logopädie.
Wir berichten über Neuerungen zum Therapiematerial für die Logopädie, über interessante Neuerscheinungen und werfen einen Blick auf Entwicklungen.
Was macht gutes Therapiematerial aus?
Bei uns findest du eine Menge Therapiematerial für die Logopädie das von anderen in Rückmeldungen bewertet wurde. Warum aber wird Therapiematerial mal gut und mal nicht so gut bewertet? Warum kommen Patienten mit manchen Arbeitsblättern zurecht und verzweifeln bei anderen, obwohl der Schwierigkeitsgrad vergleichbar ist? Oder konkret: Was macht gutes Therapiematerial aus?
Dieser Frage wollen wir in diesem Tipp nachgehen.
Es gibt mehrere Punkte, über die man sich vor Beginn im Klaren sein sollte. Dazu gehören die Aspekte Inhalt und Form.
Inhalt
Gutes Therapiematerial sollte allem voran natürlich inhaltlich auf eine bestimmte Übung ausgerichtet sein. Das erscheint selbstverständlich, aber bei der Konzeption von Therapiematerial gerät dieses Kriterium für gutes Therapiematerial schon mal aus dem Fokus.
Man sollte sich auch über den Schwierigkeitsgrad seiner Aufgabenstellung Gedanken machen. Bei schwierigen Aufgaben macht es Sinn, das Arbeitsblatt nicht zu lang zu gestalten. Für den Patienten sollte die Bearbeitung eines ganzen Arbeitsblattes nicht länger als 20 Minuten dauern. Daher bestimmt der Inhalt im Idealfall den Umfang an Aufgaben.
Damit wären wir beim zweiten Aspekt.
Form und Gestaltung
Auch wenn sich viele Therapiematerialien sowohl für Kinder als auch für Erwachsene eignen – gerade Arbeitsblätter für mittelschwere Aphasien werden oft auch bei LRS eingesetzt – sollte bei der Gestaltung bedacht werden, für welche Patientengruppe es tatsächlich konzipiert ist. Zu bunte Bilder, die einem Kind Motivation bringen, könnten einen Aphasiker zu sehr ablenken.
Bilder sind auch ein Stichwort. Zwar lockern Bilder ein Arbeitsblatt manchmal auf, aber sie können auch den Blick auf das Wesentliche stören. Wenn die Bilder zum Inhalt gehören, dann sind sie natürlich wichtig, aber wenn sie keine inhaltliche Funktion haben, dann lohnt es sich, über Reduzierung nachzudenken.
Ähnlich verhält es sich mit Schriften. Es gibt ganze Wissenschaften, die sich mit der Wirkung von Schriften beschäftigen, aber ein paar kleine Regeln helfen, das eigene Therapiematerial besser zu machen.
Schriften mit Serifen wie Times oder Garamond sind leichter zu lesen, da sie dem Auge eine gewisse Führung geben. Schriften ohne Serifen wie Comic Sans sind gerade bei längeren Texten oft schwer zu lesen und sind im Falle von Comic Sans auch sehr unruhig. Daneben unterscheidet man noch Schriften mit gleicher Schrittweite und Proportionalschriften. Bei ersteren sind alle Buchstaben gleich breit, bei den anderen ist das kleine “i” viel schmaler als das große “B”. Für Lesbarkeit und Nutzbarkeit in Arbeitsblättern hat sich gezeigt, dass Schriften mit fester Schrittweite besser geeignet sind.
Allerdings…
… gelten diese Tipps nicht als absolute Kriterien und sind bestenfalls nur Empfehlungen die wir euch an die Hand geben wollen. Gerade was die Schriften angeht, beweisen die Therapiematerialien aus dem NAT-Verlag, dass auch proportionale Schriften ohne Serifen für die Gestaltung guter Arbeitsblätter genutzt werden können.
Wir haben hier Tipps zusammengestellt, die euch helfen sollen. Natürlich zählt letztlich eure eigene Kreativität und euer therapeutisches Wissen.
Ob euer Therapiematerial gut ankommt, könnt ihr bei uns testen lassen und wenn ihr noch andere Tipps für Kolleginnen und Kollegen habt zur Gestaltung von guten Arbeitsblättern und Vorlagen, dann schreibt doch einen Kommentar unter diesen Beitrag.
madoo.net hat fünfzehntausend Mitglieder.

Welche Schrift sollte ich für mein Therapiematerial verwenden?
Therapiematerial für logopädische Patienten sollte die besondere Situation der Patienten berücksichtigen. Aphasie-Patienten haben teilweise ebenfalls ein eingeschränktes Gesichtsfeld, Schwierigkeiten mit der Konzentration oder andere Störungen, die die Wahrnehmung betreffen.
Mit ein paar einfachen Kniffen kannst du dein Therapiematerial so gestalten, dass es für die meisten Patienten leicht zu bearbeiten ist.
Zunächst eine kleine Einführung in die Typographie.
Es gibt zwei Arten von Schriften: solche mit Serifen und Schriften ohne Serifen. Serifen sind diese kleinen “Erweiterungen” an den Strichenden.

Serifen sind – einfach augedrückt – Schnörkel an den Spitzen und Enden der Buchstaben.
Diese Serifen zeigen liegen immer auf einer vorgestellten Hilflinie. Damit geben sie dem Auge eine Orientierung beim Lesen. Längere Texte in Zeitungen und Büchern sind fast immer in einer Schrift mit Serifen gesetzt.
Für Sätze und Texte auf Arbeitsblättern eignet sich eine Schrift mit Serifen. Die Klassiker, die auf jedem PC und Mac installiert sind, heißen Times New Roman oder Courier.
Für Wörterlisten oder Aufgaben mit Wortblöcken eignen sich Schriften ohne Serifen. Diese sind klarer und wirken ruhiger. Die typischen Schriften auf einem PC oder Mac sind Arial und Letter Gothic.
Wir haben dir jeweils zwei Schriften mit und ohne Serifen genannt. Hier wirst du gleich einen weiteren Unterschied feststellen. Die Times New Roman und die Arial verhalten sich anders als Courier und Letter Gothic:

Es gibt Schriften mit fester Laufweite – jeder Buchstabe ist nimmt in der Breite den gleichen Platz ein, egal ob ein i oder ein M. Proportionale Schriften hingegen sind so gestaltet, dass ein Buchstabe nur die Breite einnimmt, die er auch benötigt.
Wenn du eine Aufgabe gestalten willst, bei der ein Patient Buchstaben oder Wortteile ergänzen soll, wähle am besten eine Schrift mit fester Laufweite. Diese Schriften haben oft Bestandteile wie “mono” oder “Typewriter” in ihrem Namen.
Schriftgröße. Entscheidend oder nicht?
Schriftgrößen kann man in seiner Textverarbeitung oder anderen Programmen zur Gestaltung von Therapiematerial, natürlich auch ändern. Sie werden oft in Pixel oder Punkten angegeben. Ein normales Buch hat meistens eine Schriftgröße von 12 Pt. oder 11 Px. Das ist für die meisten Arbeitsblätter allerdings zu klein.
Es kommt letztlich darauf an, wie umfangreich dein Therapiematerial sein soll und für welche Zielgruppe bzw. welches Störungsbild es konzipiert ist.
Aber wir empfehlen dir eine Schriftgröße von min 14 Pt. bis zu 18 Pt.
Fazit
Du hast nun viel über Schriften gelernt. Überlege dir genau, welche Schriften in welcher Größe du verwenden möchtest. Du kannst die Wahl am besten gegen Ende deines Gestaltungsprozesses treffen. Erstelle erst die Aufgaben und probiere zuletzt aus, wie das Arbeitsblatt auf dich wirkt. Verändere dann die Schriften und schaue es dir im Vergleich mit anderen Kombinationen an.
Auch wenn du eine sehr umfangreiche Aufgabe hast, bist du nicht gezwungen, alles auf eine Seite zu pressen. Manchmal ist es besser, du lässt viel weiße Fläche, hast eine klare Struktur durch Schriften und Größen – und dann halt zwei oder mehr Seiten.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Nanu – auch andere Bildkarten kann man nutzen.
Ein Tipp von Susi Metzner erreichte uns, den wir gern an euch weitergeben wollen:
Nanu, warum bin ich da nicht früher drauf gekommen?
Das Spiel Nanu von Ravensburger lieben bekanntlich alle Kinder. Die meisten Bildkarten sind jedoch für die kleinen Deckelchen zu groß. Deshalb habe ich größere Pappschachteln in den Farben eines Farbwürfels gebastelt. Auf diese Weise kann ich sämtliche Bildkarten problemlos als NANU-Karten verwenden und spare mir das mühsame Gestalten kleiner Kärtchen.
Eine einfache Bastelanleitung für Schachteln findet man hier im Bastel-Paradies.
Aus einer Seite A4-Tonkarton entsteht eine passsende Schachtel für Kärtchen der Größe 6×6 cm.
10000 Mitglieder, Tendenz steigend

Am 8.12.2012 konnten wir unser 10000. Mitglied begrüßen.
Wir können gar nicht in Worte fassen, wie wir das finden…
Neuerungen im Oktober 2012
Ihr seit es von uns gewohnt, mit frischem Therapiematerial versorgt zu werden. Damit wir dieser Anforderung gerecht werden, arbeiten wir auch im Maschinenraum für euch. Heute mal wieder ein kleiner Einblick und ein Überblick über die Änderungen im Oktober.
Breiter – nicht aufgeblasen
Das letzte Mal haben wir vor über einem Jahr die Vorschaubilder zu den unzähligen Therapiematerialien verändert. Damals ging es darum, die Größe an das Papierformat der Downloads anzupassen.
Aktuell haben wir die Bilder ein paar Pixel größer gemacht. Wir hoffen, dass ihr so einen noch besseren Eindruck davon bekommt, was euch nach dem Download erwartet.
Mehr Infos in den Autoren-Profilen
Unserer Autorinnen und Autoren liegen uns wirklich am Herzen und wir wollen, dass ihr einen guten Eindruck davon bekommt, welche Schwerpunkte sie haben und welche Geheimnisse sie euch vielleicht verraten.
Damit ihr euch über die Autoren – aber auch die Besucherinnen und Besucher – informieren könnt, haben wir die Profile erweitert. Neu ist, dass ihr euch angucken könnt, welches Therapiematerial unsere Mitglieder mögen. Aber endlich werden nach einem Klick auf ein Thema in der Liste auch nur die Therapiematerialien angezeigt, die von eben dieser Autorin erstellt wurden.

Ihr könnt also euer Therapiematerial jetzt auch nach Autoren einschränken.
Themen Themen Themen
Wo wir da grad beim Thema sind. Auch die Themenübersicht haben wir verbessert. Die Anzeige eines einzelnen Themas lässt sich mit hilfreichen Filtern nun weiter konkretisieren. Mögliche Filter zeigen wir euch in der rechten Spalte auf den Themenseiten:

Zu “Themen” und “einschränken” passt dann auch die letzte Änderung: Es gibt weniger Themen. Ja!
Wir haben angefangen (und sind noch nicht fertig damit), die Anzahl der Themen nach denen unser Therapiematerial sortiert ist, deutlich einzuschränken.
Gleichzeitig haben wir Schwerpunkte eingeführt, die eine neue, intuitivere Art sind, nach Therapiematerial zu suchen. Aphasie beispielsweise, ist nun kein Thema mehr sondern ein Schwerpunkt.
Liebe Grüße,

madoo.net
Wir brauchen eine neue Sortierung!
Das Therapiematerial auf madoo.net ist seit unserem Start unglaublich gewachsen. Haben wir im ersten Jahr ca. 20 Therapiematerialien veröffentlicht, sind es heute ca. 20 in einem Monat. Die Ehre gebührt unseren Autorinnen und Autoren. Uns stellt das vor die Herausforderung, mit einer wachsenden Liste an Themen umzugehen. Oft lässt sich ein Arbeitsblatt oder ein Spiel nicht genau einem Störungsbild zuordnen und in einem Thema einsortieren.
Wir haben über die Themen schon öfter geschrieben. Auch auf unseren Hilfeseiten gibt es Informationen darüber, wie wir unser Angebot strukturieren. Aber jetzt sind wir an einem Punkt, an dem das bisherige System nicht mehr funktioniert.
513 Therapiematerialien zum Schwerpunkt Kindersprache, 480 zum Thema Neurologie und 113 Downloads in der Hilfskategorie Diverses. Das ist der Stand, die Schwerpunkte Diagnostik, Stottern und Stimme noch nicht mitgezählt, macht das 1109 Downloads mit 393 Themen.
Zuviel!
Diese Themen haben uns bisher als Hauptsortierung gedient. Ein Arbeitsblatt für die Therapie bei Sigmatismus wurde von uns dabei in Themen einsortiert, die den Download genauer beschreiben sollten. “Anlaut“, wenn hauptsächlich am Anlaut gearbeitet wurde u.ä. – dabei war das Thema “Sigmatismus” dieses Therapiematerials aber gleichwertig und zusammengefasst wurde es nur durch den Schwerpunkt “Kindersprache“. Bei einem so großen Angebot keine gute Idee mehr!
Wir suchen nun nach einem Weg, das vorhandene Therapiematerial besser zu sortieren. Dazu werden wir in den nächsten Tagen die Schwerpunkte neu gestalten und uns mehr an der täglichen Praxis orientieren. Neurologie beispielsweise, werden wir erweitern um die typischen Störungsbilder Aphasie, Dysarthrophonie und Dysphagie. Außerdem werden wir den Schwerpunkt Diagnostik aufteilen und den einzelnen Schwerpunkten unterordnen.
Das Therapiematerial in die neue Struktur einzusortieren wird allerdings Zeit kosten und ist eher ein Prozess als ein Schalter, den wir umlegen. Ihr könnt uns bei diesem Prozess helfen. Wir haben für euch neben den Vorschaubildern zu einem Therapiematerial ein Feld eingefügt, über das ihr Themen vorschlagen könnt, in denen man das angezeigte Therapiematerial einsortieren könnte. Mit einem Klick auf “Thema vorschlagen” öffnet sich ein Feld, in dem ihr euren Vorschlag eintragen könnt. Ihr helft damit, das Therapiematerial auf madoo.net leichter durchsuchbar, schneller findbar und übersichtlicher zu machen.
Wenn ihr daneben noch Tipps oder Vorschläge, Ideen oder konstruktive Kritik habt, dann schreibt uns: eine Nachricht.
Liebe Grüße,

madoo.net
Tausend… 1000 Therapiematerialien. Wow!
Es ist unglaublich. Ihr seid unglaublich!

Ein herzliches Dankeschön an alle Autorinnen und Autoren zum 1000. Therapiematerial auf madoo.net. Wir freuen uns sehr über eure Produktivität, Kreativität, euren Mut zum Teilen und eure Energie.
Wir stellen euch diese Platform zur Verfügung, aber das Leben und die Einzigartigkeit – das ist euer Verdienst.
Versprochen: madoo.net steht weiter für kostenloses Therapiematerial von Logopäden, für Logopäden.
“Ich hab’ da was, was du noch suchst!”
Liebe Grüße,

madoo.net
madoo.net
Bliebt in
Bliebt in
logofobi.net
- Diagnostik und Behandlung phonologischer Störungen bei Kindern Sprachraum-Seminare
- Umgang mit Dysphagie- Patienten Akademie der Diakonischen Dienste Hannover
- Funktionelle Dysphonien – Diagnostik, Therapie und Transfer logos aktiv
- Sprachförderung als Denkförderung – Aktive Verknüpfung von Sprache und Intelligenz in den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten Lernen und Sprache dgs-doppelpunkt
Technisches
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