Birte OldenburgBirte Oldenburg Rückmeldungen

14 Rückmeldungen

  1. Ich bin Redakteurin und leider hab ich einen Schlaganfall mit Broca-Aphasie. Deswegen übe ich, dank madoo.net, ungemein fleißig. Das Gemüse 🌶 🌽 🍅 und das Obst 🍇 🍈 🍉 ging richtig gut. Beim Gemüse liegt es bestimmt daran, dass ich seit 40 Jahren Vegetarierin bin. Beim Überlegen ging ich von A 🥑 bis Z 🧅 die Buchstaben durch und habe versucht ein Wort zu finden, dass zum Begriff passt. Zum Beispiel, A wie Aubergine 🍆 , B wie Brokkoli 🥦 , C wie Chicorée 🥬 bis Z wie Zwiebel 🧅 . Wenn mir so nichts mehr eingefallen ist, dann versuche ich es über die Zutaten aus einem Gericht.   Die Hauptgerichte sind richtig schwer! Die Logopädin sagt: „ Was isst man in Frankreich?“ Da ging es fast viel leichter. Ratatoille!   Die Süßigkeiten 🍭 🍬 🍫 waren schwieriger – auch weil ich die Süßigkeiten nicht essen darf. (Zu viel Zucker!)   Das sind die Strategien von mir: Welches Wort fängt mit A, B, C,... an? Oder womit koche ich? Was isst man in anderen Ländern? 🇫🇷 🇩🇪 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Was benutze ich zum Backen?   Manchmal sind mir zwar Wörter mit dem entsprechenden Buchstaben eingefallen, aber sie haben dann nicht immer zum Oberbegriff gepasst.   Die Übung war gut, aber was super war, war dass mir nach 10 Jahren Aphasie die Gerichte aus den verschiedenen Ländern 🇲🇦 🇫🇷 🇩🇰 wusste. Mir ist bewusst geworden, welche Strategien zur Wortfindung ich benutze bzw. in Zukunft benutzen kann. Hoffentlich :)

    Wortfindung: Nahrungsmittel
  2. Ich bin Birte, Redakteurin, aber seit fast 11 Jahren habe ich eine Broca-Aphasie. Ich habe über 1100 Stunden Sprachtherapie gehabt. Bei der Übung wird das erste Wort gesucht und das zweite steht schon da. Das ist schwerer für mich. Zum Beispiel steht da das Wort "-Stabilität" und dann schreibe ich, nach längerem Überlegen, das Wort "Rumpf-". „Rumpf-Stabilität“. Das hört sich gut an, oder? Die Logopädin hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme. Der erste Buchstabe wird mir vielleicht verraten oder manchmal auch das gesuchte Wort beschrieben. Diese Übung ist viel komplexer als gedacht. Einfacher ist es, das Wort hinten zu finden. Ein tolles Arbeitsblatt!

    Bilden Sie Komposita
  3. Ich hab einen Schlaganfall mit Broca-Aphasie. Die Schriftsprache hilft, in dem freien Artikel einen Fehler zu entdecken. Bei mir ist die Schriftsprache ein großer Faktor des sprachlichen Feinschliffes! Ich muss es mehrfach laut lesen, dann sehe ich das leichter. Die Schriftsprache mehrfach benutzen, um besser zu erzählen zu können. Je häufiger ich das übe, umso besser wird auch meine Spontansprache. Mal sehen! Ich schätze ein halbes Jahr und dann kontrollieren wir, ob es wirklich geholfen hat. Bestimmt! Auch wenn es bei der Übung nicht ums Schreiben geht, aber die Dinge aufzuschreiben und dann nochmal zu lesen, hilft mir, besser schreiben und hoffentlich besser sprechen zu können.   Das ist der Hammer! Frei erzählt ist der Satz so: „vielleicht wir fahren am Bach Fahrrad fahren...“. Dann habe ich das gelesen und korrigiert: „ Vielleicht fahren wir Fahrrad an dem Bach.“ In der Spontansprache sind viele Wörter verdreht. Durch das Lesen kann ich sie korrigieren und die Sätze richtig bilden.   Ich muss also JEDE Nachricht, JEDE E-Mail nochmal laut und mehrmals lesen, bevor sie versendet wird, um den Fehler zu entdecken. Ich habe das unbewusst schon bei Facebook und Twitter gemacht. Die Sprache wieder gut zu sprechen, das ist mein Traum! Danke, madoo_net!  

    Spontansprache: Mit Stichworten eine Geschichte erfinden
  4. Das ist richtig gut gewesen! Es war zwar schwierig am Ende der zehn Blätter, aber trotzdem gut aufgebaut! Für die Unterscheidung zwischen Akkusativ und Dativ (zum Beispiel den/dem, die/der, eine/einer,...) ist das Sprachgefühl wichtig. Das heißt, dass ich selber erahne oder erkenne wie der Satz richtig klingt. Manchmal ist es richtig und manchmal nicht, aber so ist es mit einer Broca-Aphasie nach einem Schlaganfall. In 42 Lücken habe ich 3/4 der Wörter richtig gemacht. Mein "Sprachgefühl" kommt wieder! Und das gibt mir Hoffnung :) Auf einem anderen Blatt habe ich bei 37 Lücken, bis auf sieben, alle richtig. Und bei den letzten habe ich die Wörter frei ausgewählt (ohne Vorgabe), das ist immer schwieriger.

    Übungen zum Kontrast zwischen Akkusativ und Dativ
  5. Der Text, den meine Logopädin mir gebracht hat, ist etwas über die Konjunktionen, das heißt Bindewörter. Also es sind Lückensätze – und ich möchte herausfinden „welches Wort ist richtig?“ bei der Konjunktion. „Sondern“, „denn“ , „weil“, „oder“, hab ich gut gefunden. Manche Sachen waren unsicher. „Er legt sich ins Bett, obwohl er arbeiten müsste“ - da habe ich ein bisschen länger gestutzt. Ich dachte das wäre die Vergangenheit, aber es war die Gegenwart. Die Übung war gut für mich, weil ich eine Auswahl hatte. Und ja, ich möchte das weitermachen, aber dann versuche ich es ohne die Konjunktionen beim nächsten Mal. Ich werde berichten!

    Konjunktionen Lückensätze
  6. Diese Übung fiel mir leichter. Wir haben das immer mit einer Frage verbunden. Da hab ich wohl etwas geschnallt :) Nur zwei Fehler habe ich gemacht: „Ich habe meinem/MEINEN VATER gestern gesehen“ (wen oder was?) und „Gibst du mir die Teller aus dem Schrank?“ (da dachte ich, ich muss was korrigieren, obwohl da nichts falsch war). Ich empfehle auch das andere Arbeitsblatt (https://madoo.net/38714/dativ-akkusativ-fehlersuche/). Aber das fand ich noch schwieriger! Ich bin noch etwas wirr im Kopf, aber eine tolle Übung!

    Dativ & Akkusativ – Fehlersuche (2)
  7. Sprachgefühl - das ist immer wichtiger für mich und das hab ich. Also, meistens :) Die Übung war schwieriger. Oft wusste ich, ob der Satz richtig oder falsch ist (das ist das „Sprachgefühl“). Schwieriger war es, herauszufinden, welches Wort im Satz falsch war (zum Beispiel „Meinen/MEINEM FREUND kann ich nicht böse sein“) oder („Ein neuen/NEUER FERNSEHER kann nicht schaden“). Warum ist das so schwierig? Ich hab keine Ahnung, ehrlich gesagt. Die Übung war klasse, weil man nicht nur auf DEM oder DEN achten musste, sondern auch andere Wörter (zum Beispiel MEINEM/MEINEN, IN/IM,...) verändert waren. Ich habe gesehen, dass es noch eine zweite Übung davon gibt. Die werde ich auch machen!

    Dativ & Akkusativ – Fehlersuche
  8. In dieser Übung muss man die Vergangenheitsformen verwenden. Erst die Grundform, oder die Gegenwart, oder die erste Vergangenheit. Zum Beispiel: Die Grundform „Trinken“ steht schon da, und dann muss ich „du trinkst, du trankst...“ ergänzen. Wir haben uns überlegt, auch Perfekt mit zu bestimmen, weil ich da manchmal unsicher bin. Sehr gut an der Übung ist, dass die Verben zu verschiedenen Personen (zum Beispiel: ich, du, er/sie/es, wir, ihr, sie) gebildet werden müssen. Außerdem war immer eine andere Spalte vorgegeben. Manchmal war die Grundform ausgefüllt, manchmal die erste Vergangenheit, und manchmal die Gegenwart. Das ist auch sehr gut, weil ich ein bischen um die Ecke denken muss. Danach konjugierte ich das Perfekt, wobei ich zweimal das falsche schrieb. Ich habe das aber SELBST und sehr schnell gemerkt: durch lautes lesen von links nach rechts): „bin“ benutzt man bei einer Bewegung von A nach B und „habe“ benutzt man, wenn die Tätigkeit an einem Ort passiert. „Ich HABE gesprungen“ ist falsch, "ich BIN gesprungen" (von A nach B) ist richtig. Und „sie HABEN gegangen“ ist falsch. Richtig ist „sie SIND gegangen“. Da kommt was richtiges raus aus meinem Kopf! Das erste Arbeitsblatt habe ich zusammen mit der Logopädin gemacht, das zweite allein zu Haus. Zu Hause habe ich nicht die einzelnen Zeilen abgearbeitet, sondern bin in den Spalten nach unten gegangen. Außer beim Perfekt. Da habe ich vorher immer nochmal die Zeile gelesen. Eine super Übung für mich! Danke!

    Arbeitsblatt Verben und Zeitformen
  9. Das Perfekt ist toll. Ich habe fast alles hinbekommen: „Ich HABE getanzt“ oder „ich HABE einen Kaffee geschlürft“ (an einem Ort) oder „ich BIN gelaufen“ oder „ich BIN geschwommen“ (Bewegung von A nach B). Mit dem Anfang „ich“ ist das alles gut. Aber, wenn das mit dem Anfang „du, er/sie/es, wir, ihr, sie“ ist, ist es ein bisschen schwieriger. Von der Übung bei madoo.net habe ich die ersten zwei Blätter benutzt. In den ersten beiden Aufgaben ging es um „haben“ oder „sein“, wobei ich beim sprechen manchmal unsicher bin. Die anderen Übungen waren zu leicht für mich. Meine Logopädin hat die Aufgaben für mich erweitert. Wir haben gemeinsam eine Tabelle erstellt, worauf zum Beispiel "er ist", "er hat" , "wir sind", "wir haben" eingetragen werden musste. Danach nannte sie mir entweder ein Verb und ein Objekt (zum Beispiel klettern - Baum) oder eine Person und ein Verb (zum Beispiel Paul - klettern). Ich musste die Sätze bilden ("Ich BIN auf den Baum geklettert" oder "Paul IST geklettert.") Die Tabelle konnte ich, wenn nötig, als Hilfestellung nutzen. Da wir das in der Videotherapie gemacht haben, ging es nicht mit dem Lük-Kasten zu arbeiten. Das Arbeitsblatt kann man aber auch ohne Probleme ohne den Lük-Kasten bearbeiten. Tolle Übung!

    Minilück Perfekt
  10. Viele Adjektive habe ich gefunden, aber sie haben nicht immer gut zu den Hauptwörtern gepasst. Ich habe gesagt: das Messer ist schneidig, aber das passte dann irgendwie nicht. Besser wäre "spitz, scharf, stumpf" gewesen. Viele alltägliche Eigenschaften, wie "hoch, gross, schwer", habe ich häufig benutzt. Der Grund dafür sind die Wortfindungsstörungen. Die Wie-Wörter (Adjektive) sollten variantenreicher sein. Deswegen benutzte ich anschließend häufiger "klangvoll, huldvoll, sagenhaft…". Die schönen Bedeutungen klingen besser und flüssiger! Eine Übung zur Wortfindungsstörung, die perfekt zu meinen Symptomen passt. Danke, madoo.net!

    Wortfindung: Adjektive
  11. „Ich schreibe sehr gerne, DENN das bringt mir einfach Spass“ oder „ich möchte pünktlich kommen, AUFGRUND des schönen Wetters“ - das ist ganz schön schwierig für mich. Ich setze das Verb im Nebensatz oft an der falschen Stelle ein, je nachdem welche Konjunktion (obwohl, denn, aufgrund…) ich benutze. Agrammatismus ist die Störung an der Sprachproduktion, die für mich einfach schwierig ist. Je nachdem welche Konjunktion ich benutze (obwohl, denn, aufgrund…) ist die Verbstellung manchmal einfach und manchmal noch verrutscht. Das fühlt sich dann komisch an. Manche Konjunktionen (nämlich, dadurch, wieso, dann, so) gingen gar nicht. Gut, dass ich viele Konjunktionen hatte, denn so musste ich nicht alle benutzen. :-)

    Nebensätze
  12. Ordnen Sie die Sätze in der richtigen Reihenfolge an: mit unterschiedlichen Farben (Bausteine) mache ich den Satz so, wie er auch umgedreht passen kann. „Im Sommer fahren wir in den Urlaub nach Italien“ und „Nach Italien fahren wir in den Urlaub.“ Das ist toll, zu sehen, wie die unterschiedlichen Strukturen einfach stimmig sind - ohne sie zu zerbröseln. Also nicht jedes Wort verschieben, sondern die Bausteine. Spannend war, je mehr Bausteine der Satz hatte, umso konzentrierter muss ich das machen. Da stockte es mich gerade, aber dann klang es nach geraumer Zeit doch stimmig: „Am Bahnhof bekommt man sonntags auch frische Brötchen“ und „Auch frische Brötchen bekommt man sonntags am Bahnhof.“ So wie es sein soll! Dankeschön!

    Aphasietherapie: Satzbau
  13. „Dreirad, dem, das, neue, Freund, beeindrucken, den, der“ das steht auf dem Arbeitsblatt, das ich mit einer Therapeutin gemacht habe. „Das neue Dreirad beeindruckt den Freund.“ Dann die Sätze umtauschen und kleine Wörter (zwischen, um, mit, vor, über...) dazu schreiben: „Der Freund ist beeindruckt VON dem neuen Dreirad.“ Was mir leicht fiel, ist das Anpassen der Artikel - gut war, dass die Artikel in unterschiedlichen Fällen auch auf dem Arbeitsblatt standen. Aber die kleinen Wörter sind echt schwierig, besonders bei dem letzten Satz. Hier müssen mehrere Satzglieder einfach vertauscht werden: „Die junge Frau wird MIT einem frisch gebackenen Kuchen VON dem Nachbarn überrascht.“ oder „Die junge Frau wird von ihrem Nachbarn MIT frisch gebackenem Kuchen überrascht.“ Der letzte Satz war eine sehr gute Übung für mich, zwar schwierig, aber toll. Ich hätte gerne noch mehr davon geübt. Anne, möchtest du das zum üben für mich machen? 🙂

    Topikalisierung
  14. Sprache ist wichtig. Ich möchte nicht, dass sich kleine Wörter in meinen Texten wiederholen. Die erste Hälfte ist leicht gewesen, weil ich das gelesen habe, was da stand. Andersrum, die zweite Hälfte war schwieriger - weil die Logopädin mir die Wörter vorgelesen hat. Hören, merken und entscheiden ist deutlich schwieriger als ich das gedacht habe. Bei zwei Wörtern habe ich gestutzt: Klavier - Instrument, Getreide - Weizen. Eigentlich sind das Ober- bzw Unterbegriffe? Ich habe mit der Logopädin zusammen Alternativen überlegt. Zum Beispiel: Klavier - Piano oder Klimperkiste, Getreide - Cerealien. Das war auch eine gute Übung. Liebe Grüße!

    Arbeitsblatt Synonyme